Veranstaltung
19.00 – 21.00 Uhr
Stadtlabor Wittenberg
Ein Garten für die Jugend – Talking ´bout your Generation
Reden wir über …
GESTERN … HEUTE … MORGEN.
Darüber, ob alles den Bach runter geht und dabei das Meer überläuft.
Vorstellung der Marohefte und Lesung mit Sarah Käsmayr.
Der MaroVerlag wurde 1970 von meinem Vater Benno Käsmayr und Franz Bermeitinger gegründet. Franz verließ den Verlag allerdings bereits nach einem halben Jahr. Zur Gründung kam es nach einem Besuch im Jahr 1968 auf der Gegenbuchmesse, die parallel zur Frankfurter Buchmesse stattfand. Dort gab es – ich nenne das mal so – spontimäßige Publikationen. Hier stellte die Subkultur aus. Benno und Franz dachten sich, solche Publikationen könnten wir auch machen! Mein Vater und er waren in der Schulzeit im Redaktionsteam der Schülerzeitung ihres Internats und hatten dafür Kontakte zu Autoren und Lyrikerinnen. Und damit legten sie dann auch schnell los, mit Lyrik, der Literaturzeitschrift „UND“ sowie dem ersten Buch von Tiny Stricker „Trip Generation“.
Bei Maro erscheinen Romane, Kurzgeschichten, Lyrik, seit Kurzem auch das Kapsel-Projekt mit Science Fiction aus China und seit 2020 eine Reihe mit Essays und Illustrationen, die sogenannten MaroHefte. Gemeinsam ist den Publikationen – egal ob es nun ein Roman oder ein Essay ist –, dass sie den Fokus auf Themen abseits des Mainstreams richten beziehungsweise auf eine Art und Weise auf Themen schauen, die unserer Meinung nach den Diskurs erweitern.
(aus Die Grenzgängerin – Die Verlegerin Sarah Käsmayr und der MaroVerlag)
Anschließend Podiumsgespräch mit Sarah Käsmayr, Esther Hoyer (Hochschule Anhalt – Design) und weiteren zur Frage: Wahrnehmung der (eigenen) Jugend – Berührung mit Natur?
Und feierliche Eröffnung der Ausstellung: Objekte erzählen Geschichten / Generationen im Stillleben
Diese Ausstellung vereint Arbeiten aus dem Wahlkurs „Objekte erzählen
Geschichten“, in dem Alltagsgegenstände in Stillleben-Fotografien verwandelt
werden. Die entstanden Fotografien erzählen von Erinnerung, Identität und Zeit.
Die Projekte knüpfen an die Tradition des klassischen Stilllebens. Es wird untersucht,
wie die Fotografie dieses Genre neu interpretieren kann, um soziale, kulturelle und
persönliche Erzählungen zu vermitteln. Durch Studiobeleuchtung, Komposition und
sorgfältige Anordnung werden vertraute Objekte in einen neuen Kontext gesetzt und
verändern ihre Bedeutung.
Im Mittelpunkt stehen Generationengruppen und ihre typischen Artefakte. Anstatt
historische Genauigkeit anzustreben, betonen die Arbeiten die künstlerische
Interpretation und nutzen Objekte, um verschiedene Generationen und die in der
materiellen Kultur verankerten Geschichten zu evozieren.
Neben der konzeptionellen Auseinandersetzung vermittelt der Kurs Fähigkeiten in
Studiofotografie und digitaler Bildbearbeitung und verbindet so technische Praxis mit
visuellem Storytelling.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts: „Ein Garten für die Jugend“ statt.
Eine Kooperation von Heldinnenwerkstatt, Buchhandlung Ein Esel auf dem Dach, Eine Welt-Regionalpromotorinnen, Hochschule Anhalt, Solawi – Gemüsegenuss e.V. und der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.
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